JÉRÔME LEUBA BATTLEFIELD
26.10.2007–15.12.2007
 

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BATTLEFIELD#29 / WELCOME, 2007
 

BATTLEFIELD#32, 2007
Photo I. Kalkkinen - Mamco, Genève

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BATTLEFIELD#4/VERDUN, 2004

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JÉRÔME LEUBA, BATTLEFIELD
 

Mit battlefield wird der in der Westschweiz bekannte und international ausstellende Künstler zum ersten Mal mit einer großen Ausstellung in der deutschen Schweiz gezeigt. In Gruppen- und Einzelausstellungen war Leuba u.a. an das Centre Culturelle Suisse in Paris, den Martin Gropius Bau in Berlin und an das Centre of Art and Technology in Finnland eingeladen. Mit dem Manor Preis 2007 ausgezeichnet, wurde Jérôme Leuba ebenfalls in diesem Jahr für die Videoarbeit „battlefield # 27 / unlimited“ der Swiss Art Awards Preis verliehen. Er wurde an die fünfte Edition der Art Môtiers eingeladen und gemeinsam mit Sylvie Fleury für ein wichtiges Kunst-am-Bau-Projekt "Breath" für die Stadt Genf ausgewählt.

Die Arbeiten des Genfer Künstlers verzeichnen und vermessen „Schlachtfelder“, wie in der Arbeit „battlefield # 4 / verdun 2003“, in der Jérôme Leuba die vom Krieg zerwühlte Hügellandschaft Verduns mit kleinen Interventionen in eine Golflandschaft verwandelt. Leubas künstlerische Auseinandersetzung spürt dabei nicht nur Gewalt und Kriegslogik auf, die unseren Alltag und unsere Kommunikationsstruktur längst infiltriert haben, sondern interessiert sich für die Funktionsweise visueller Kommunikation und der durch sie ausgelösten einstudierten Verhaltensreflexe. Künstlerische Strategie der auf kein Medium festgelegten Arbeiten ist dabei die Verlagerung und Überlagerung der visuellen Codes.

In der Galerie Madonna#Fust ist eine große Auswahl seiner Arbeiten zu sehen. Eine in durchsichtiges Material gegossene Strumpfmaske „battlefield # 32 / cagoule“, Superman oder Terrorist, vermummt und zugleich vollkommen durchsichtig, starrt mit aufgerissenem Mund in den Raum und ist wie ein visueller Titel der Ausstellung zu Beginn platziert. Die Fotografien „battlefield # 36 / pictureless“  beispielsweise beschäftigen sich mit der visuellen Sprache der Pressefotografie, deren visuelle Formelsprache ein Aufdecken und Sichtbarmachen aber zugleich auch ein Verdecken ist. In den immergleichen, kaum variierenden visuellen Formeln werden Informationen ebenso so schnell konsumierbar wie sie uns zugleich entkommen. Die Videoarbeit „battelfield # 27/ unlimited“ wendet sich dem Kunstmarkt selbst zu und zeigt in einem Loop Kamerafahrten durch die leeren Räume des Ausstellungsgebäudes der Baseler Kunstmesse, die für die übergroßen Installationen und Kunstwerke vorgesehen ist. In ästhetischer Reduktion, fast wie in einem Animationsfilm, lösen sich helle und dunkle Flächen ab – eine Choreographie aus Licht und Schatten, in der sich der Stellungskampf  im „white cube“ bereits ohne jedes Kunstwerk vollzieht. Die Überlagerung der verschiedenen Kommunikationssysteme oder Codes lösen immer „Interferenzen“ aus die verunsichern und zu einer neuen Aufmerksamkeit führen. Insofern lassen sich Leubas künstlerische Interventionen auch als Plädoyer gegen eine visuelle Einseitigkeit der Zeichen lesen, durch die sich auch neue Handlungsspielräume eröffnen.

BIOGRAFIE JÉRÔME LEUBA (PDF)

 

 

ANAÏS GUMY,
LANDSCAPES
26.10.2007–15.12.2007

 

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PAYSAGE, 2007
 

PAYSAGE #1, 2005 ANAIS_PAYSAGE_2005_100.JPG
 

SANS TITRE, 2005

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ANAÏS GUMY,
LANDSCAPES
 

Die junge Waadtländer Künstlerin (Jahrgang 1983) machte zum ersten Mal an den Swiss  Art Awards 2006 auf sich aufmerksam. Sie gewann gleich auf ersten Anhieb den Kiefer Hablitzel Preis. Im selben Jahr nahm sie an der Ausstellung «Unter 30» im Centre Pasqu’Art teil und im Jahr darauf gehörte sie nochmals zu den Finalisten des helvetischen Kunstpreises.

Anaïs Gumy ist Malerin. Sie arbeitet figurativ und benutzt mit Vorliebe grosse Formate. Mehr als ein Ziel an sich scheinen ihre figurativen Motive dabei jedoch eher ein Mittel zum Zweck, als ob sie ein Ersatz für andere thematische Gebiete wären. Die Künstlerin setzt die figurativen, wie aquarelliert aussehenden Bildteile in einen imaginären Raum – d.h. auf einem monochromen Grund, dessen gebrochene Farben in feinen Schichten appliziert wurden. Trotz der dargestellten Motive wirken die Bilder dadurch seltsam entkörpert und verströmen durch die zurückhaltende und beschränkte Farbpalette ein Atmosphäre der Melancholie. Anaïs Gumys Arbeiten, die sich gleichzeitig an der Flämischen wie zeitgenössischen Malerei orientieren, oszillieren so eigentlich zwischen der Darstellung eines Motivs und dem Ausloten der Malerei als solcher.

Im Projektraum MADONNA#FUST stellt die Künstlerin eine neue Serie Bilder mit dem Titel « Landscapes» aus.  Dies ist erstaunlich, denn, soweit es ihr bis jetzt um einen Inhalt ging, war es der menschliche Körper der im Zentrum ihres Interesses stand. Man darf also gespannt sein, zu entdecken, in welche Richtung sich die Malerei dieser talentierten jungen Künstlerin entwickelt hat.

BIOGRAFIE ANAÏS GUMY (PDF)


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